Pädagogische Konzeption - So arbeiten wir

So sehen wir die Kinder
Du bist
einzigartig
so gedacht
so gewollt
Deine Aufgabe ist es
dich zu entdecken
dich zu entfalten
du zu werden
du zu sein

 

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit.

Es ist Junge. Es ist Mädchen.

Es bringt eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagen und Begabungen mit.

 

Als evangelischer Kindergarten liegt es uns besonders am Herzen, Kinder als Teil von Gottes Schöpfung anzunehmen und zu achten.

Durch unser christliches Vorleben vermitteln wir den Kindern unseren Glauben und die christlichen Werte.


Daraus ergibt sich für uns die pädagogische Zielsetzung, bei der wir die Grundbedürfnisse der Kinder berücksichtigen:

• Geborgenheit

• Erfahrungsmöglichkeiten

• emotionale Zuwendung

• Spiel

• Vertrauen

• Räume zum Selbstständigwerden

• konsequente Regelsetzung

• Verlässlichkeit

• Beachtung

• angenommen werden

• Anerkennung

• sich zurückziehen können u. v. mehr

• Wertschätzung

 

Wir wollen für die Kinder Menschen sein, die in der Beziehung zu ihnen Geborgenheit und Stabilität vermitteln,

die vorbildhaft und verständnisvoll sind, Individualität entstehen lassen und fördern, damit sich Gemeinschaftsfähigkeit bilden kann.
 

Die Raumgestaltung nach dem Würzburger Modell von Prof. Mahlke

Für unser pädagogisches Handeln ist die Raumgestaltung, so wie wir sie umgesetzt haben, unabdingbar.

 

Die Unterteilung in kleine Räume und Zuordnung von Funktionen vermitteln den Kindern Stabilität, bieten Anreize zum Tätig sein und lassen gleichzeitig Rückzug und Gemeinschaft mit anderen Personen zu.

 

Durch die Räumlichkeiten werden die Kinder unter Anderem befähigt

  • Verantwortung zu übernehmen,

  • andere Lebensformen und Kulturen kennenzulernen,

  • Möglichkeiten der Konfliktbewältigung zu erarbeiten,

  • Gefühle zu verbalisieren,

  • Veränderungen nachzugehen und zu erforschen sowie

  • Grenzen zu erleben, auszutesten und zu akzeptieren.

 

In dieser Umgebung finden die Kinder bessere Voraussetzungen für ihre Entwicklung. Hier haben Sie die Möglichkeit

  • Selbstvertrauen und Selbstwert zu entwickeln,

  • eigene Bedürfnisse zu erkennen, zu verwirklichen oder zurückzustellen,

  • Glück und Freude zu erleben,

  • Frustration zu ertragen,

  • Konfliktbewältigung im Alltag zu üben,

  • Eigenverantwortlichkeit zu lernen,

  • eigene Kreativität zu entdecken,

  • die eigene Persönlcihkeit wahrzunehmen und zu bilden,

  • nach ihrem individuellen Entwicklungsstand gefördert zu werden,

  • den Erzieher mal für sich allein zu haben und

  • Wissen zu sammeln.

 

Wir arbeiten in unsere Einrichtung gruppenübergreifend und integrativ. Wir verstehen uns nicht als vier Gruppen Einrichtung sondern als eine Kindertageseinrichtung, die von allen Kindern erkundet werden darf. Die Kinder gehören zwar fest zu einer Gruppe, sie können aber im Laufe ihrer Kindergartenzeit im ganzen Haus unterwegs sein und schwerpunktmäßige Angebote nutzen oder Spielpartner in den anderen Gruppen besuchen.

 

Im gesamten Kindergartenjahr finden geplante aber auch spontane gruppenübergreifende Angebote statt, darunter fallen z. B. die Flötengruppe, der Waldtag, die Tanzgruppe, die gemeinsame Andacht, das Aquarellmalen, die Theatergruppe etc.

 

Andere Aktivitäten, wie etwa Zubereitung des Frühstücks, mit Sorgetragen für die Pflanzen und den Gruppenraum, Beteiligung an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten im Tagesablauf sind im Gruppenleben integriert.

   

 

Auch die jüngeren Kinder können die Möglichkeit der gruppenübergreifenden Arbeit nutzen. Allerdings sind die Jüngsten in der Regel noch sehr auf ihre Gruppe und ihre Erzieherin fixiert. Immer wenn es die Situation erlaubt, versuchen wir auch die Kleinsten, durch kleine begleitende Ausflüge durch die Einrichtung, langsam und schonend an die teiloffene Arbeit heran zu führen.

 

Unsere gesamte Kindergartenarbeit vom ersten Tag an schließt eine vorschulische Förderung ein.

 

Wir bieten den Kindern ein ganzheitliches Erfahrungsfeld in den Innenräumen und auf dem Außengelände, wo es mit allen seinen Sinnen seine Umwelt begreift und für das Leben lernt.

Das Frühstück

Das Frühstück bei uns in der Einrichtung bringen die Kinder von zuhause mit. Um auch hier eine gesunde und vollwertige Ernährung zu gewährleisten, gibt es ein paar Richtlinien, nach denen das Frühstück der Kinder zubereitet werden sollte.

 

Weitergeholfen haben uns bei der Erstellung dieser Richtlinien die "Qualitätsstandards für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Diese sind ab dem 1.8.2017 als Grundlage für das Frühstück in unserer Einrichtung in Kraft getreten.

 

Demnach gelten die folgenden Lebensmittel als gesund und werden für das Frühstück im Kindergarten empfohlen:

 

Getreide, Getreideprodukte: Vollkornprodukte, Müsli ohne Zuckerzusatz, Brot, Brötchen, Mischung aus verschiedenen Getreideflocken, Leinsamen und Trockenfrüchten

Gemüse: Möhre, Paprika, Gurke, Kohlrabi, Tomaten als Rohkost z. B. in Scheiben oder Stifte geschnitten, als Brotbelag

Obst: frisch oder tiefgekühlt ohne Zuckerzusatz, Apfel, Birne, Pflaumen, Kirschen, Banane, Mandarine, im Ganzen oder als Obstsalat, -spieße

Milchprodukte: Naturjoghurt, Käse, Speisequark, als Brotbelag Gouda, Feta, Camembert, Tilsiter, Kräuterquark, Dip, Brotaufstrich

Fleisch, Wurst, Ei: Fleisch- und Wurstwaren als Belag, Putenbrust (Aufschnitt), Truthahn-Mortadella, Kochschinken, Bierschinken

Getränke: Die Getränke werden weiterhin von uns gestellt. Im Zuge dessen bieten wir den Kindern neben Wasser und Milch auch ungesüßte Früchte- und Kräutertees an.

 

Dementsprechend sind bei uns in der Einrichtung zukünftig alle Kinderlebensmittel (dies sind Lebensmittel, die als solche beworben werden) und Süßigkeiten (Quetschies,Fruchtzwerge, Nutellabrote etc.) nicht mehr erlaubt.

 

Das Mittagessen

Das Mittagessen bei uns wird frisch vor Ort zubereitet und orientiert sich an der Bremer Checkliste. Diese sieht vor, dass es innerhalb einer Woche folgendes gibt:

  • ein qualitativ hochwertiges Fleischgericht
  • einen Eintopf oder ein Auflaufgericht
  • ein vegetarisches Vollwertgericht
  • ein Seefischgericht
  • ein Wunschessen der Kinder

 

In diesen Mahlzeiten sollten mindestens zwei Mal frische Kartoffeln enthalten sein, da diese über Stunden Energie liefern und den Heißhunger auf Süßigkeiten eindämmen können.

Mit diesem Modell wird ein ausgewogener Wochenspeiseplan gewährleistet. Außerdem lernen die Kinder vielfältiges Essen kennen und werden optimal mit Eiweißen, Jod und Vitaminen versorgt. Durch die Möglichkeit ein Wunschessen zu äußern, werden die Kinder zudem ermutigt sich an der Essensversorgung zu beteiligen und lernen sich für ihre und für die Belange anderer einzusetzen.

 

Zusätzlich zu den oben genannten Varianten an Hauptgerichten sieht das Bremer Modell zwei bis drei Mal pro Woche frisches Obst als Nachtisch vor und ebenfalls zwei bis drei Mal pro Woche Rohkost. Beides regt die Kinder zum kauen an, enthält weniger Zucker und ermöglicht verschiedene Sinnesreize durch das essen mit den Händen.

 

Die Anmeldung

Wann melden man sein Kind an?

Das Kindergartenjahr läuft immer von August bis Juli. Möchten Familie also ihr Kind für ein kommendes Kindergartenjahr anmelden, ist es wichtig bis zum November des Vorjahres einen Termin für ein Voranmeldegespräch abzusprechen.

Als Beispiel: Das Kind soll ab August 2019 in den Kindergarten gehen, dann muss die Anmeldung bis November 2018 erfolgt sein.

Wie läuft die Anmeldung ab?

Den ersten Kontakt mit unserer Einrichtung und unserer Arbeit haben die Familien, wenn sie ihr Kind bei uns anmelden. Die Anmeldung ist ein großer Schritt für viele Eltern, es geht darum, eine Einrichtung zu finden, in der das Kind von einer ihnen noch fremden Person betreut werden soll. Aus diesem Grund ist es uns besonders wichtig, dass wir einen guten Einblick in unser Haus geben. Die Väter und Mütter sollen einen ersten Eindruck vom Haus und dem Konzept erhalten, darum nehmen wir uns viel Zeit für das Anmeldegespräch. Es ist wichtig, das die Familien sich mit der konzeptionellen Arbeit identifizieren können und sich im Haus wohl fühlen. Alle interessierten Eltern bekommen einen festen Termin zum Voranmeldegespräch, in dem sich die Leitung viel Zeit nimmt um das Haus und die konzeptionelle Arbeit vorzustellen. Das Anmeldegespräch beginnt immer mit einem Rundgang und der Erläuterung der Arbeit in den einzelnen Gruppen. Außerdem erfahren die Familien etwas über die Anzahl der Kinder und pädagogischen Mitarbeiterinnen in den Gruppen. Während der Vorstellung haben die Väter und Mütter die Möglichkeit Fragen zu klären. Nach der Rundführung gibt es noch ein Gespräch, in dem etwas zur Eingewöhnungsphase und zu sonstigen Angeboten unseres Hauses erzählt wird. In diesem Gespräch haben die Eltern ebenfalls die Chance ihre Fragen, Ängste, Befürchtungen etc. zu äußern. Die Kinder, die angemeldet werden sollen, dürfen immer gerne mit zu dem Voranmeldegespräch kommen. Denn auch für die Kinder ist es spannend, sich den Kindergarten „anzugucken“.

Wie findet die Vergabe der Plätze statt?

Liegt der Leitung eine Anmeldung vor, wird das Kind in die "Voranmeldeliste" aufgenommen. Ende November des jeweiligen Anmeldejahres werden die Plätze vergeben. Mit Hilfe eines Kriterienkatalogs werden die Kinder "ausgewählt". Die Kriterien werden in den unterschiedlichen Altersstrukturen (U2, U3 und Ü3) angewandt.

Der Kriterienkatalog wurde vom Rat der Tageseinrichtung erarbeitet und erhält die folgenden Kriterien, die immer Berücksichtigung finden.

- Alter des Kindes

Familiensituation

-Alleinerziehend

-Wiedereinstieg in den Beruf /Ausbildung

- beide Elternteile arbeiten

Geschwisterkinder

- ein/oder mehrerer Geschwister besuchen schon die Einrichtung

- Geschwisterkind/er haben die Einrichtung besucht

Konfession

- Das Kind bzw. ein Elternteil ist evangelisch

Sonstiges

- Soziale Aspekte

- 1. Wunsch

Wann bekommen die Familien eine Rückmeldung ob sie einen Platz bei uns haben?

In der Regel bekommen die Familien ca. Mitte März eine schriftliche Zusage. Die Zusagen werden immer zeitgleich mit den Zusagen der anderen Bad Lippspringer Kindergärten verschickt.

 

Der Hausbesuch

Die Zusage für einen Platz im Kindergarten löst bei den Eltern große Freude, aber auch oft Bestürzung aus. In dem Moment der Zusage tauchen viele Fragen auf.

  • „Ist unser Kind nicht doch noch zu klein?“
  • „Wird unser Kind sich mit den anderen Kindern verstehen?“
  • „Werden die Erzieherinnen alles richtig machen?“
  • „Werden uns die Erzieherinnen sympathisch sein?“

 

Mit der Zusage bekommen die Eltern auch immer gleich eine Anfrage zu einem Hausbesuch. Mit diesen Hausbesuchen möchten wir den Eltern und dem Kind ermöglichen, die Bezugserzieherin kennenzulernen. Der erste Kontakt findet zu Hause statt, weil die Jungen und Mädchen sich in ihrer gewohnten Umgebung geschützter fühlen und so sicherer Kontakt aufnehmen können. Innerhalb des Hausbesuches kommt die Erzieherin mit den Eltern über ihr Kind ins Gespräch. Fragen auf Seiten der Eltern zu den ersten Tagen im Kindergarten, was ist mitzubringen, Tagesablauf in einem Kindergarten usw. können geklärt werden. Gleichzeitig erfährt die Erzieherin etwas über das Kind, seine Vorlieben, seine Verhaltensweisen etc. Die Teilnahme an dem Hausbesuch ist freiwillig. Eltern, die das Angebot nicht nutzen möchten, werden zu dem Erstgespräch in unsere Einrichtung eingeladen.

 
Die Eingewöhnungsphase

In unserer Arbeit legen wir großen Wert darauf, den Kindern einen Lebensraum zur Verfügung zu stellen, der von einer vertrauensvollen Atmosphäre bestimmt ist. Aus diesem Grund ist für uns die Eingewöhnungszeit der Jungen und Mädchen von großer Bedeutung. Die Eingewöhnung orientiert sich an einem begründeten Konzept (Berliner Eingewöhnungsmodell), in dem es wichtig ist, den Kindern ausreichend Zeit zu geben, um sich in der Einrichtung einzuleben. Während dieser Zeit, die in den ersten Tagen durch ein Elternteil begleitet werden sollte, bekommen die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, einen positiven Bezug zu der neuen Umgebung herzustellen.

 

Den Kindern fällt es in einer Situation, in der sie emotionale Sicherheit erfahren leichter, auf Neues zu zugehen. Die Kinder, auch die sehr jungen, nehmen den Kontakt, den der Vater oder die Mutter zu den Erzieherinnen haben sehr intensiv wahr. Das Kind spürt „…meine Mama/mein Papa mag die Leute hier. Die ist ein Ort an dem meine Mama/mein Papa sich gut aufhalten kann.“

 

Die Anwesenheit der Eltern im Raum, während der Eingewöhnungszeit genügt. Das Kind ist neugierig genug sich alles anzusehen und die kindgerecht gestaltete Umgebung auszuprobieren und zu erforschen. Dabei bieten die Eltern die Sicherheit im Hintergrund, und sobald der Junge oder das Mädchen verunsichert ist kann es auf die vertraute Person zurückgreifen. Der Vater oder die Mutter haben in der Zeit die Möglichkeit alle Jungen und Mädchen kennen zu lernen und sich mit den Erzieherinnen sowie dem Gruppengeschehen vertraut zu machen. Das Kind wird seine Erzieherin sehr intensiv kennen lernen, es wird lernen, dass es sich auf sie gut verlassen kann und baut in kleinen Schritten Bezug zu den Erzieherinnen auf.

 

Nach und nach zieht sich der Elternteil zurück, ist aber telefonisch erreichbar. In Gesprächen zwischen Erzieherinnen und Eltern, tauschen beide Seiten sich über den Abnablungsprozess aus, um ihn optimal für das Kind zu gestalten.

 

Die Eingewöhnung verläuft bei den Kleinstkindern sehr individuell. Es gibt Kinder, die nur wenige Tage brauchen um sich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen, andere Kinder benötigen hingegen ein bis zwei Wochen oder auch länger.

 
Der Tagesablauf – Spielend für das Leben lernen
7:15 Uhr - 9:00 Uhr Beginn und Treffen der Kinder mit den Erzieherinnen in ihren Gruppen. Die Kinder können frühstücken und in ihren Gruppen, draußen oder in der Turnhalle spielen.
8:45 Uhr

Morgenkreis in der U3-Gruppe und anschließend gemeinsames Frühstück

9:00 Uhr - 9:30 Uhr Morgenkreis in den anderen Gruppen (Die Bringzeit ist vorbei)
9:30 Uhr - 11:45 Uhr Freies Spiel im ganzen Haus und draußen, Frühstück, Arbeit in Kleingruppen, gruppenübergreifende Angebote
11.30 Uhr Mittagessen der Kinder in der U3-Gruppe
12:00 Uhr - 12:30 Uhr Abholphase der Kinder aus dem Kindergarten
11:45 Uhr - 12:30 Uhr Mittagessen der Kinder der Tagesstätte
12:15 Uhr - 14:45 Uhr Schlafphase der U3-Kinder
12:30 Uhr - 14:00 Uhr Ruhe- und Schlafphase der älteren Kinder
14:00 Uhr - 16:30 Uhr Freispiel am Nachmittag und verschiedene gruppenübergreifende Angebote
16:30 Uhr Alle Kinder werden abgeholt